Torroella de Montgrí

Eine echte Stadt im Dorf
des Montgrí-Massivs

Ehemals königliche Stadt, zu Füßen des Kalksteinmassivs des Montgrí,
mit blühenden, vom Unterlauf des Ter bewässerten Feldern und Wiesen.

Das zum Verwaltungsbezirk Baix Empordà gehörende Torroella de Montgrí liegt sechs Kilometer vom Meer entfernt im Schatten des Montgrí (309 m), unweit des aus den Pyrenäen kommenden Ter, dessen Wasser dem umliegenden Flachland blühendes Leben verleihen. Der Ort hat ein angenehmes Klima mit einer jährlichen Durchschnittstemperatur von 14,8 ºC, wobei das Mittel im Januar bei 8,8 ºC und im Juli bei 22,5 ºC liegt. Wichtigster Erwerbszweig ist dank eines fruchtbaren Bewässerungslands die Landwirtschaft, gefolgt vom Handel mit einem jeweils montagvormittags stattfindenden großen Wochenmarkt. Vertreten ist auch die Industrie mit verschiedenen Werkstätten und kleineren Unternehmen. Ohne ein wirkliches Fremdenverkehrszentrum zu sein, wird Torroella aufgrund seines heimatverbundenen Charakters und seines ansehnlichen Handelsangebots bei seinen Besuchern immer beliebter. Hervorzuheben ist auch ein abwechslungsreiches kulturelles Veranstaltungsprogramm, das Einheimischen und Gästen das ganze Jahr über zur Verfügung steht.

Bei einem Bummel durch die Straßen des Ortes erkennt man unschwer die verschiedenen Epochen, die Zeugen seines Wachstums waren. Die städtebauliche Anordnung in Form von sich rechtwinkelig schneidenden und auf einem großen Platz zusammenlaufenden Straßen stammt aus dem Jahr 1273. Wichtigste Verkehrsachsen sind die Carrer d´Ullà, die Carrer Primitiu Artigas, die Carrer Major und die Carrer de l´Església, deren gemeinsamer Schnittpunkt die Plaça de la Vila als Ausgangspunkt einer jeden Ortsbesichtigung ist. Der außerordentlich reizvolle Platz wird von hübschen Arkaden gesäumt, die trotz ihrer Unregelmäßigkeit ein Bild mit harmonischen Proportionen vermitteln.

Eiene ortschaft
mit prägnatem charakter

Ein Bummel durch Torroella ist auch ein Streifzug durch die Geschichte. Wir begegnen den Resten der früheren Befestigungsmauern, dem Portal de Santa Caterina und der Torre de les Bruixes, der gotischen Pfarrkirche Sant Genís und der Burg Montgrí, zwei architektonische Kleinode aus dem 11. Jahrhundert, der Casa Pastors und der Casa del Metge aus dem 16. bzw. 17. Jahrhundert in der Carrer Major und schließlich auch den so genannten Kolonialhäusern, die sich reich gewordene Auswanderer nach ihrer Rückkehr in die Heimat hier bauen ließen und die heute ebenfalls zum architektonischen Vermächtnis des Ortes gehören.

ARCHITEKTONISCHES
ERBE

Bei diesem Rundgang durch Torroella können Sie in aller Ruhe den ganz besonderen Reiz dieser Ortschaft in sich aufnehmen. Enge, sich unregelmäßig dahin schlängelnde Gassen, ein beeindruckendes architektonisches Ensemble aus der Zeit des Mittelalters, das

Burg Montgrí

Die als Wahrzeichen von Torroella geltende Burg Montgrí erhebt sich auf der gleichnamigen Bergkuppe. Von hier oben aus hat man einen weiten Rundblick, auf einer Seite bis zum Canigó, den Gavarres-Bergen und dem Montseny und auf der anderen Seite bis zum Meer mit den Medes-Inseln im Vordergrund.

Im Jahr 1272 wurde Torroella de Montgrí königlicher Marktflecken. Auf diese Weise erhielt die Krone ein wichtiges Besitztum direkt an der Grenze zur Grafschaft Empúries, gegen die sie seit langer Zeit ankämpfte.

Wegen dieser Auseinandersetzungen beschloss König Jakob II. im Jahr 1294 den Bau einer Burg auf dem Montgrí als vorgelagertes Festungswerk seines Königreiches nahe der Grafschaft Empúries. Die Kämpfe wurden bis 1325 weitergeführt, als Graf Hug VI. von Empúries sein Herrschaftsgebiet mit dem Infanten Peter, dem Sohn von König Jakob II., tauschte.

An der Burg wurde von 1294 bis 1301 gebaut, bis die Arbeiten dann zum Erliegen kamen, ohne je beendet zu werden. Es wurden lediglich die die Burg umgebenden Mauern errichtet, ein Viereck mit 31 m Seitenlänge, und die vier an den Ecken hinzugefügten Rundtürme. Um den Innenhof waren vier Flügel mit Nebengebäuden geplant, die jedoch nie zur Ausführung kamen. Die Mauern haben eine Höhe von 13 m und werden von spitz zulaufenden Mauerzinnen mit quadratischem Grundriss und unten eingelassenen Schießscharten gekrönt.

Bei diesem Rundgang durch Torroella können Sie in aller Ruhe den ganz besonderen Reiz dieser Ortschaft in sich aufnehmen.

KUNST, MUSIK UND KULTUR

Der kulturelle Puls unserer Gemeinde schlägt
stetig und in den verschiedensten Varianten

Kunst, Musik und kulturhistorisches Vermächtnis haben dazu geführt, dass Torroella de Montgrí und l‘Estartit zu den wichtigsten kulturellen Zentren Kataloniens gehört.

Und von allen Künsten ist es wohl die Musik, die am deutlichsten hervortritt. Dieses Vermächtnis kommt von weit her, und im Lauf der Zeit haben wir uns ein beträchtliches musikalisches Rüstzeug zugelegt. Das ganze Jahr über unterhält die Gemeinde ein abwechslungsreiches Angebot an Musikaufführungen, Konzerten und Sardana-Darbietungen, und alljährlich im Sommer findet dann das weithin bekannte Internationale Musikfestival statt.
Torroella ist aber auch Heimat für Maler, Bildhauer, Schriftsteller und Fotografen. Im Zuge des sich so dynamisch gestaltenden kulturellen Lebens der Gemeinde ließen sich hier bedeutende private Stiftungen und Kunstgalerien nieder: Stiftung Vila Casas, Stiftung Mascort,  Michael Dunev Art Projects, Atrium Roca Sans und Traç d’Art (L’Estartit). Hinzu kommen verschiedene kommunale Einrichtungen, darunter etwa die Kapelle Sant Antoni in Torroella oder das Ausstellungszentrum des Gemeinderats in L’Estartit.

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